Maintal in den Medien

Für familienfreundlichere Unternehmen

Wer in Zeiten des Fachkräftemangels gutes Personal gewinnen und halten will, der kommt nicht umhin, sich intensiv darum zu kümmern, dass die Mitarbeiter ihr berufliches und ihr privates Leben in Balance bringen können. Das, worüber Professor Jutta Rump am Mittwoch im Rügheimer Schüttbau referierte, haben die Mitglieder der "Initiative Familienorientierte Personalpolitik frühzeitig erkannt. Am Mittwoch wurde das zehnjährige Bestehen gefeiert, vorbildliche Unternehmen ausgezeichnet und die Themen der nächsten Zeit abgesteckt.

"Anzeige schalten und auswählen", damit ist es längst nicht mehr getan, wenn man Personal sucht, "und zwar ganz gleich, in welchem Unternehmensbereich. Wir punkten da ganz klar auch durch unser klares Bekenntnis als Familienunternehmen", ist Klaus Hammelbacher überzeugt. Als Geschäftsführer von "Maintal" konnte er bereits zum zweiten Mal die Urkunde der Initiative entgegen nehmen.

2007 gegründet

Gegründet wurde die Initiative 2007 von der Agentur für Arbeit Schweinfurt und dem Landkreis Schweinfurt. In der IHK, der Handwerkskammer, den Wirtschaftsjunioren, dem Verband bayerische Wirtschaft Unterfranken sowie den Dekanen der evangelischen und katholischen Kirche schnell Kooperationspartner gefunden. Inzwischen kamen die SKF GmbH, die IVUT Unternehmensberatung, die Beratungsstelle Wirtschaft und Familie sowie die Region Mainfranken dazu, ebenso die Landkreise Haßberge, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld. Eine echte Erfolgsgeschichte, auf die der Leiter der Arbeitsagentur Thomas Stelzer als einer der "Gründungsväter" zurückblicken konnte.

Aus den regelmäßigen Treffen bildeten sich Arbeitskreise und Fachforen etwa zu Themen wie Kinderbetreuung, "Eldercare", haushaltsnahe Dienstleistungen, Familienbewusstsein im Unternehmen und alltagsbegleitende Dienstleistungen. Jüngstes "Kind" der Arbeitskreise ist die Broschüre "Pflegefall - was nun?", die den Mitarbeitern durch den Dschungel von Aufgaben und Verordnungen helfen soll, wenn ein Familienmitglied Pflegefall wird.

"Arbeitswelt 4.0" Dass die Bemühungen um familienorientierte Personalpolitik angesichts der "Arbeitswelt 4.0" noch wichtiger werden, zeigte die Betriebswirtschaftlerin Professor Jutta Rump in ihrem Impulsreferat auf. Natürlich stelle es eine hohe Anforderung an die Personalverantwortlichen, die betrieblichen und persönlichen Herausforderungen an ihre Mitarbeiter in Balance zu halten, "aber wenn der Mitarbeiter der Zukunft, um den harte Konkurrenz besteht, 50 Berufsjahre schaffen soll, dann muss er selbst auf diese Balance achten und der Arbeitgeber auch. Wer seine Mitarbeiter ausquetscht wie eine Zitrone, wird künftig keine mehr finden", machte sie deutlich. "Wir machen das nicht für uns, sondern für die Generation unserer Kinder", machte sie außerdem deutlich.

Vorausdenken und Gestalten

Flexible Arbeitszeiten, mobiles Arbeiten, all das berge Chancen, aber auch Risiken. "Was macht Arbeiten 4.0 mit unserer Gesellschaft? Das muss man vorausdenken und gestalten", mahnte sie an, anders als bei der ersten industriellen Revolution, die dann zur Verelendung der Arbeiter und letztendlich mit zum Ersten Weltkrieg geführt habe. "Was das mit den Menschen macht, hat damals die wenigsten interessiert. Robert Bosch war da eine Ausnahme", blickte Prof. Rump zurück.

Daran, dass das Arbeitsleben ständige Bewegung bedeutet, werde nichts zu ändern sein, so die Professorin, umso wichtiger werde es, dass das Unternehmen Stabilität, ja sogar so etwas wie Geborgenheit vermittelt, indem es ermöglicht, Berufs- und Lebensphasen zu vereinbaren. Dass dieses Bemühen sowohl gesellschaftspolitisch unverzichtbar ist, weil "wir es unbedingt wieder attraktiver machen müssen, Kinder zu bekommen - und zwar mehr als eines", als auch wirtschaftlich außerordentlich sinnvoll, rechnete sie sogar vor. "Das ist in Zukunft nicht mehr Kür, sondern Pflicht, sonst werden Unternehmen Aufträge haben, aber keine Menschen mehr, die sie abwickeln", erklärte Jutta Rump, die bei all diesen Problemstellungen aber kleine und mittlere Unternehmen gerade im ländlichen Raum in einem klaren Vorteil sieht.

Diskussion im Forum

Im Anschluss betreute sie auch eines der Diskussionsforen, wo deutlich wurde, dass viele Unternehmen schon heute um gute Mitarbeiter kämpfen. Die würden allerdings nicht nur deshalb rarer, weil kleinere Jahrgänge die Schulen verlassen, sondern auch, weil viele unabhängig vom Alter gar nicht reif sind für das Arbeitsleben. Mangelnde Leistungsbereitschaft, ein Fehlen von Grundhaltungen wie Pünktlichkeit und Höflichkeit, aber auch Schwächen im Leseverständnis und in der Rechtschreibung wurden da thematisiert. Aber auch um das Thema ÖPNV ging es. Vor allem Auszubildende unter 18 Jahren haben oft große Schwierigkeiten, zum Ausbildungsplatz zu kommen. Übernachtungsmöglichkeiten bei Blockunterricht an den Berufsschulen in Schweinfurt seien ebenfalls Mangelware, so Christine Bock von der Innung Spengler-Innung Schweinfurt.

Wie drängend das Problem ist, zeigt auch die intensive Zusammenarbeit der beteiligten Firmen in den zurückliegenden Jahren. Netzwerke sind entstanden, trotz eventueller Konkurrenzsituation am Markt. Alle waren sich einig, dass künftig noch mehr Kinderbetreuung angeboten werden muss, auch in Randzeiten, auch mit Beteiligung der Arbeitgeber. Nicht ohne Stolz berichtete Landrat Wilhelm Schneider vom Familienzentrum, das vor zwei Wochen am Landratsamt startete. Mit seinem Kollegen Florian Töpper aus Schweinfurt und der stellvertretenden Landrätin Monika Horcher aus Bad Kissingen war er sich einig, dass die Kommunen in dieser Situation doppelt gefordert sind. Einerseits als Arbeitgeber, anderseits kann die Politik manche Rahmenbedingung schaffen, damit Unternehmen in ihren Bemühungen gefördert werden.

Werbung bei der Personalsuche

Die Urkunde, die die Initiative 2014 erstmals verliehen hat, ist in diesem Bemühen sicherlich Bestätigung, aber auch Werbung bei der Personalsuche. Bestätigt in ihrem Engagement wurden durch erneute Auszeichnung die Maintal Konfitüren GmbH Haßfurt, FTE automotive Ebern, die BRK-Kreisverbände Bad Kissingen und Schweinfurt, die Heiligenfeld GmbH Bad Kissingen, das Reha-Zentrum der DRV-Bund Kliniken Rhön und Saale Bad Kissingen, das Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen, die AOK Schweinfurt, die Innung für Spengler-, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Schweinfurt, das Leopoldina-Krankenhaus und das Krankenhaus St. Josef Schweinfurt, das Kräuterhaus Wild in Grettstadt, das Autohaus Schuler und Eisner Werneck, die Sparkasse Schweinfurt und die ZF Friedrichshafen AG Schweinfurt.

Erstmals erhielten das Logo die Fränkischen Rohrwerke Königsberg, das Mehrgenerationenhaus Haßfurt, der BRK-Kreisverband Haßberge, das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schweinfurt, die amadis GmbH Schweinfurt, das Team beneFIT e.K. in Üchtelhausen, der Natur- und Umweltgarten Reichelsdorf, die "Dienste mit Herz" Schweinfurt, die Fresenius Medical Care Schweinfurt, das Kolping-Bildungszentrum Schweinfurt, die Ulsamer GmbH Putz- und Malergeschäft Bad Kissingen, die RPC Formatex GmbH Mellrichstadt und die Sparkasse Bad Neustadt.

Kontaktdaten

Adresse: Industriestraße 11, 97437 Haßfurt
Telefon: 09521 9495-0
Fax: 09521/9495-30
E-Mail: info@maintal-konfitueren.de

Öffnungszeiten Werksverkauf

Mittwoch: 09:00 - 17:00 Uhr
Donnerstag: 09:00 - 17:00 Uhr
Freitag: 09:00 - 15:00 Uhr

Betriebsfilm und Informationen

- für Gruppen zwischen 15 und 50 Personen
- Mittwoch bis Freitag möglich
Nähere Informationen und Terminabsprache:
Birgit Hendrich, Tel.: 09521/9495-0
E-Mail: hendrich@maintal-konfitueren.de


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